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Demo gegen die Liberalisierung des spanischen Abtreibungsrechts

Da haben sie sich nun auf den Weg gemacht. Zwischen 1,2 und 1,5 Millionen erzkatholische Spanier, um ihren Unmut über die geplante Fristenregelung auf einer Großdemonstration zu zeigen. Bisher gilt in Spanien wie in Deutschland die Indikationsregelung. Die linke Regierung möchte nun eine Fristenregelung einführen, die es spanischen Frauen erlaubt, bis zur 14. Schwangerschaftswoche allein entscheidend die Schwangerschaft abbrechen zu lassen.

Dass die Katholiken da auf die Straßen rennen, um lautstark zu protestieren, ist nicht verwunderlich. In einem erzkatholischen Land wie Spanien hat die Regierung Zapatero sicherlich nichts anderes erwartet. Doch wagt sie den Schritt, Frauen mehr Selbstbestimmungsrecht zuzusprechen. In einem Land, in deren ländlichen Gebieten, insbesondere in Andalusien, noch heute die Frau ein Mensch zweiter Klasse ist, ist das ein weiterer Schritt für die Frauen, vollwertige Mitglieder der spanischen Geselllschaft zu werden. Die Gesetzesreform wirkt umso wichtiger, wenn man nicht vergisst, dass es einer spanischen Frau bis vor wenigen Jahren nicht einmal möglich war, selbst die Scheidung einzureichen. Die Ausläufer der arabischen Besetzung bis ins 17. Jahrhundert sind gerade im Süden des Landes noch deutlich erkennbar.

Möge Spanien einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen und - was ich persönlich für mich hoffe - weiter deutlich eine andere Gesetzgebung als Deutschland haben.






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