Alpina-Finanz und der Versuch der Abzocke mit Kreditvermittlung
Die folgenden Zitate stammen von der Webseite Jappy.de / Datenschutz:
Da uns der Schutz Deiner Privatsphäre sehr wichtig ist, möchten wir Dich nachstehend ausführlich über den Umgang mit Deinen Daten bei Jappy.de informieren.
Wer bereits weiß, dass Jappy es hier mit der Wahrheit nicht ernst nimmt, wird schon ahnen, was als nächstes kommt. Datenschutzrichtlinien zu veröffentlichen, ist das eine, sie auch einzuhalten, das andere. Und genau hier stinkt es gewaltig bei der Jappy GmbH.
Die Datenspeicherung erfolgt ausschließlich zur Verbesserung unseres Angebotes. Beispiele hierfür sind die Speicherung des Namens Deines Internet Service Providers oder des Namens einer angeforderten Datei.
Wo erklärt sich die Logik, dass die Speicherung des ISP zur Verbesserung des Angebotes dient?
Zur Erhebung personenbezogener Daten kommt es nur, wenn Du uns diese im Rahmen der Registrierung freiwillig mitteilst. Dabei erfolgt die Anmeldung anonymisiert unter einem Pseudonym. Einzig die E-Mail-Adresse und das Alter muss angegeben werden.
Falsch. Wie jeder, der einmal bei Jappy registriert war, weiß, ist die Angabe des Geburtsdatums, des Wohnortes und der Postleitzahl Bedingung für eine Registrierung. Von Freiwilligkeit kann da beim besten Willen keine Rede sein.
Des Weiteren werden u.a. folgende personenbezogende Daten von Dir genutzt: Postleitzahl und Land, Geschlecht, Status der Beziehung, Ausbildung/Beruf, Interessen und äußerliche Merkmale.
Schwupps, da wird es noch nachgeschoben. Hieß es nicht eben noch, "Einzig die E-Mail-Adresse und das Alter muss angegeben werden"? Auch nicht zu verachten ist die Möglichkeit bei Jappy, Mitglieder bis auf die Postleitzahl exakt zu lokalisieren, sofern die Angaben wahrheitsgemäß gemacht wurden.
Mit der Funktion "Jappy weiter empfehlen" wird die E-Mail-Adresse des jeweiligen neuen Jappy-Nutzers gespeichert und dieser erhält einmalig eine E-Mail, in der er zur Jappy eingeladen wird. ... Um aus der Datenbank gelöscht zu werden, genügt es eine Mail vom betreffenden Mail-Account mit dem Betreff CANCEL an die Adresse datenschutz[a]jappy.de zu senden.
Die nächste Schweinerei. Woher soll der Eingeladene wissen, dass er eine Mail an Jappy senden muss, wenn er nicht eingeladen werden möchte? In der Einladungsmail findet sich darauf kein einziger Hinweis. Stattdessen verbleibt die Mailadresse ohne Zustimmung des Inhabers auf den Jappy-Servern gespeichert. Wer kommt denn auf die Idee, per Hand eine Seite aufzurufen (ohne den Werbelink zu klicken) und sich die Datenschutzrichtlinien einer Webseite durchzulesen, wie man diesen Mist wieder los wird? Es ist technisch nicht erforderlich, die Mailadresse eines Eingeladenen zu speichern. Warum Jappy seiner Datensammelwut hier freien Lauf lässt, bleibt wohl deren schmutziges Geheimnis.
Bei Kündigung des Vertragsverhätnisses werden alle Daten nach Ablauf der rechtlichen Vorschriften gelöscht.
Wieder nimmt es Jappy mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Bei einem Testscan über die Webseite, die hier jemand in einem Kommentar gepostet hat, wurden Bilder gefunden, die der betreffende Nutzer schon vor 2 Jahren aus seiner Galerie gelöscht hatte. Es gibt kein Gesetz, das Jappy vorschreibt, Privatfotos von Mitgliedern auch nach Jahren noch zu speichern.
Fragen bezüglich des Datenschutzes beantworten wir gerne.
Wetten, dass jemand, der in seinem Jappy-Profil öffentlich auf diese Misstände hinweist, schneller gesperrt wird, als er "scheiß Jappy" sagen kann?
Wir sichern unsere Webseiten und sonstige Systeme durch technische und organisatorische Maßnahmen gegen Verlust, Zerstörung, Zugriff, Veränderung oder Verbreitung Deiner Daten durch unbefugte Personen.
Zumindest was die Verbreitung betrifft, sagt Jappy auch hier definitiv nicht die Wahrheit. Allein das Beispiel jappyscanner.6x.to zeigt, dass Jappy nicht die nötige Vorsicht walten lässt.
Nach dem Bundesdatenschutzgesetz hast du einen Anspruch auf unentgeltliche Auskunft über Deine gespeicherten Daten sowie gegebenenfalls ein Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung dieser Daten.
Weil wohl kaum hunderttausende von ehemaligen Jappymitgliedern jetzt einfordern werden, dass Jappy ihre Daten endgültig löscht, kann sich der Betreiber von Jappy, die Jappy GmbH, die Hände reiben und schon einmal überlegen, was sie mit den Bildern in sechsstelliger Anzahl anfängt, wenn die Leute längst vergessen haben, dass es diese Bilder noch immer auf den Jappy-Servern gibt.
Übrigens nutzt Jappy neuerdings auch Geolokalisierung. Das bedeutet, dass Jappy über die IP-Adressen der Mitglieder ihren wahrscheinlichen Aufenthaltsort ermittelt. Erkennbar ist das daran, dass nun unter den "interessanten Mitgliedern" - jedem Zufallsprinzip trotzend - die Anzahl der Mitglieder aus der eigenen Stadt (bzw. das, was die Geolokalisierung dafür hält) massiv überwiegt. Selbst dann, wenn diese Stadt gar nicht im eigenen Profil eingetragen ist.
Fazit:
Wer Wert auf die Sicherheit seiner Daten im Internet legt, sollte einen großen Bogen um Jappy machen, bzw. weder seine tatsächlichen Daten preisgeben, noch private Fotos hochladen.
Um die massiven Verstöße Jappys gegen die deutschen Datenschutzbestimmungen deutlich zu machen, werden zufällig ausgesuchte Jappymitglieder demnächst Mails erhalten, in denen Sie die Möglichkeit haben, ihre bei Jappy hochgeladenen, teilweise intimsten Privatfotos außerhalbs Jappys einzusehen.